Um das vorneweg klar zu stellen, das Texelschaf ist nicht eine "Eierlegende Woll-Milch-Sau".

Ja sie haben Wolle, viel Milch und noch mehr Fleisch (Eier legen sie aber nicht), jedoch von nichts kommt auch nichts.

Das Texelschaf hat die wunderbare Fähigkeit gutes Grundfutter / Raufutter enorm effizient in Leistung umzuwandeln und dies wie fast kein anderes Schaf.

Als wir uns dazu entschieden, den Betrieb mit Schafen zu bewirtschaften, kam dann auch die Frage, was für Schafe es sein sollten. Dass wir nicht nur Fleisch-Produktion mit Kreuzungen betreiben wollten, sondern auch Reinzucht, war von Beginn an klar, aber mit welcher Rasse?

Ein bisschen durch die schreckhaften und wilden Kamerunschafe geprägt, war für uns wichtig, ein Schaf zu haben, das von ruhigem Gemüte ist und sich für die sogenannte Koppelschafhaltung (Haltung in eingezäunten Weiden) eignet. Es war für uns aber auch klar, dass eine Landschafrasse nicht in Frage kommt, da unser Betrieb in einem futterwüchsigen Gebiet liegt und wir mit einer solchen Rasse nicht die maximale Produktionskapazität unseres Betriebes ausnutzen können. Dadurch fiel die Entscheidung ziemlich schnell auf die Rasse Texel. Unsere ersten Texelschafe konnten wir vom Texelschaf-Experten und Vor-Reiter Heinz Plüss aus Rothrist kaufen. Mit diesen deutschen Texel-Importen fing alles an und die Herde wurde dann ziemlich schnell aufgestockt mit Tieren von Remo Brogle.

Ich kann mir keine andere Schafrasse auf unserem Betrieb vorstellen und mir ist auch keine andere Schafrasse bekannt, die in unseren Breitengraden eine solche Leistung auf Raufutter basierter Fütterung vorzeigen kann.